Montag, 22. April 2019
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Foto Ausbildung
images/com_firefighters/images/ausbildungen/Grundlehrgang.jpg Grundausbildungslehrgang

Ist die Probezeit bestanden können die Feuerwehrfrauen und -Männer mit der Truppfrau/-mann-Ausbildung beginnen. Diese startet zu beginn eines jeden Jahres (je nach Nachfrage auch zwei Mal im Jahr) und dauert insgesamt 18 Monate. Der erste Schritt in der Ausbildung zur Truppfrau/-mann ist der Grundausbildungslehrgang. Er findet an fünf aufeinander folgenden Wochenenden statt und geht über 92 Unterrichtseinheiten. In theoretischen Unterrichten und pratischen Übungen werden die Grundlagen des Feuerwehrwesens gelehrt. Dazu gehören:

- Strukturen der Feuerwehr
- FwDV 1 - Löschgeräte, Schläuche und Armaturen
- FwDV 3 - Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz
- FwDV 10 - Leitern der Feuerwehr
- Persönliche Schutzausrüstung
- Gefahren im Einsatz
- Rechtsgrundlagen (Unfallversicherung, Katastrophenschutz, BHKG, StVO, Großschadenslagen)
- Physikalische Grundlagen (Brennen und Löschen)
- Psychosoziale Unterstützung
- Fahrzeugkunde
- ABC Gefahrenstoffe
- Einsatz von Rettungsgeräten
- Umgang mit Feuerlöschern
- einfache Technische Hilfeleistung
- Einsatzübungen

Der Grundausbildungslehrgang schließt mit einem schriftlichen Leistungsnachweis ab. Anschließend beginnt die Modulausbildung. Hier werden spezifische Tätigkeiten wie Sprechfunk, Atemschutz, Motorkettensägen, Erste Hilfe, Leitern, etc. erlernt. Am Ende der Modulausbildung steht eine praktische Prüfung, in der das gelernte Wissen kombiniert und angewendet werden muss.

images/com_firefighters/images/ausbildungen/Atemschutz.jpg Modul: Atemschutz

Der Atemschutzlehrgang schließt direkt an den Grundausbildungslehrgang an. In der theoretischen Ausbildung lernt man:

- Physiologische Grundlagen der Atmung
- Einsatzgrundsätze unter Atemschutz
- Gerätekunde
- Rechtliche Grundlagen
- Such- und Rettungstechniken
- Sicherheitstruppkonzept

Parallel zur Theorie findet die praktische Ausbildung statt. Die Feuerwehr Bochum unterhält zu diesem Zweck verschiedene Übungsanlagen. So übt man anfangs den Umgang und die Gewöhnung an die Atemschutzmasken in Kombination mit einem Filter. Später werden dann die umluftunabhängigen Atemschutzgeräte getragen. Diese haben eine 6 bzw. 6,8 Liter Atemluftflasche, in die Luft mit 300 bar gefüllt wird. Somit hat man bis zu 20 Minuten Luft, selbst unter anstrengender Tätigkeit. Zu den praktischen Übungen zählen:

- Gewöhnungsübungen mit Maske und Filter in einer Atemschutzübungsstrecke
- Übungen mit Pressluftatmer in der Atemschutzübungsstrecke
- Orientierungs- und Einsatzübungen in der "Schwarzstrecke", eine vollständig abgedunkelte, beheizte und vernebelbare Übungsanlage
- Die erste Belastungsübung bestehend aus Treppensteigen/Laufen auf einem Stepper/Laufband und dem begehen der Atemschutzübungsstrecke auf Zeit
- Übungen zum Sicherheitstruppkonzept mit Mayday-Lage (Retten von verunfallten Kameraden)
- Heißübung und Flash-Over Simulation im Brandcontainer

Abgeschlossen wird der Lehrgang mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung.

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