Einmal im Jahr, so ist es Brauch bei uns, machen wir einen gemeinsamen Ausflug mit allen Kameraden und Angehörigen. Schon im letzten Jahr, während der Weihnachtsfeier, war der Gedanke geboren eine Segeltour zu machen. Wochen der Planung gingen dahin und letzten Freitag, am 13.10.2017 war es dann soweit.

Am Freitag um 16 Uhr machten sich mehrere Fahrgemeinschaften auf den Weg nach Harlingen. Gegen 20 Uhr mit etwas Stau sind wir in Harlingen angekommen. Unser Schiff war die Fortuna. Ein Topsegelschoner mit zwei Masten. Man kann mit dem Schiff sportlich unterwegs sein (selber die Segel setzten) oder sich fahren lassen. Auf dem Schiff können bei Übernachtungen bis zu 30 Personen Platz finden. Zudem ist das Schiff ein Plattbodenschiff, das heißt man kann sie an den flachen Sandbänken des Wattenmeer auflaufen lassen. Wir saßen im Aufenthaltsraum des Schiffes bei Käse, Salami und Bier und haben den Freitag noch ausklingeln lassen, da es schon am nächstes morgen um 9:30 los ging. Am Samstag hieß es dann um 7:00 aufstehen. Geweckt wurde man liebevoll und unsanft von zwei Kameraden, die kein Problem mit dem frühen Aufstehen hatten. 8:30 gab es Frühstück mit reichlich Ei und Speck. Mal eben am Rande über das Wochenende gingen 120 Eier drauf. 9:30 hieß es dann Segel setzten mit Kurs auf Terschelling. Der Bordmatrose Jelle zeigte uns wie wir die Segel hissen eine Wende machen und die Segel wieder einholen. Bei sonnigen Wetter und guten Wind ( Windstärke 5) errichtet wir Terschelling nach 4 Stunden. Wir erkundeten die Stadt und genossen das Wetter. Zum Mittag gab es typisch niederländisch Frikadellen und Kroketten. Pünktlich um 19:30 gab es dann Abendessen. Wie es sich gehört durfte auch jeder einmal spülen. Am späten Abend kamen ein paar von uns auf die Idee, die halbe Nacht die Kneipen der Stadt unsicher zu machen. Nach einer dementsprechenden kurzen Nacht ging es pünktlich um 8:30 an den Frühstückstisch und um 9:30 wurden die Segel gesetzt und man hat den Hafen wieder verlassen. Das Wetter war wieder traumhaft wie am Vortag. Der Skipper meinte so welche Tage gibt es nur 8 Stück im Jahr und wir hatten das pure Glück das wir zwei Tage nach einander traumhaftes Wetter und ein starken Wind hatten. Wir segelten an einer Landzunge vorbei die voll mit Seerobben bedeckt war. Da wir auf dem Rückweg gegen den Wind und gegen die Strömung gesegelt sind, gab es viel zu tun. Mehrfaches Kreuzen (ein Zick-Zack-Kurs mit Wendemanövern) war notwendig aber wir haben alles gut gemeistert. Um 16 Uhr kamen wir dann wieder im Harlinger Hafen an. Es wurde noch klar Schiff gemacht und es gab ein Abschlussfoto mit der Crew. Alle Mitreisenden hat die Fahrt sehr viel Spaß bereitet. Teamarbeit wurde in den zwei Tagen groß geschrieben. Jeder Handgriff musste sitzen und hat gesessen. Die Crew vom Schiff hatte auch sehr viel Spaß mit uns. Um 17 Uhr war das Schiff dann wieder startklar für die nächsten Reisenden und wir haben uns auf dem Weg nach Hause gemacht. Wir erreichten Bochum um 21 Uhr. Fazit: Jeder der noch nie Segeln war sollte dies mal ausprobieren.

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